Aufwendige Arbeiten am Stuck

Kollegienkirche: Sanierung schreitet voran
Seit gut zwei Monaten wird der Innenraum der Kollegienkirche in der Stadt Salzburg saniert. Der barocke Kirchenraum von Fischer von Erlach wird erneuert. Auch manche Verfälschungen der letzten Jahrhunderte sollen entfernt werden.
                
 Aufwendige Arbeiten am Stuck
Begonnen wurde mit der Apsis, dem Raum hinter dem Hochaltar. Es wird mehr als eine Million Euro kosten, den Kirchenraum zu erneuern. Noch wartet in der Kirche viel Arbeit.

Besonders sorgfältig müsse der Stuck erneuert werden, sagte Restaurator Christoph Tinzl: "Der Stuck ist nicht nur plastisch, sondern auch eingegraben in die Oberflächen. Jede zu dick aufgetragene Oberflächenbeschichtung würde hier diese Delikatesse der Oberflächen, der Strukturen verlegen. Und das wiederzugewinnen - auch entsprechend im neuen Anstrich - ist sicher die Herausforderung."

Gegenlichteffekt soll wieder kommen
Der Denkmalschutz nimmt die Sanierung zum Anlass, manche Veränderungen rückgängig zu machen, die später hinzugefügt wurden.

"Es wäre sehr wünschenswert, wenn diese Fischer'sche Idee wieder mehr herausgearbeitet werden könnte, dass der Lichteffekt wiederhergestellt wird", sagte Landeskonservator Ronald Gobiet. "Man ist in die Kirche gekommen, war geblendet vom Gegenlichteffekt und sah dann schön langsam die Immaculata als Altarfigur in dieser Stuckglorie. Wichtig ist, dass auch diese Nischenfiguren, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts hineingekommen sind, wieder aus dem Blickfeld transferiert werden."

Die Kapelle des heiligen Ivo gibt schon einen Einblick, wie schön die Kirche einmal sein wird. Die Renovierung des Altarraums soll im Juli 2010 beendet sein.
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