Gipsglättputz

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Der Glättputz in Gips

Als Material für den Gipsglättputz kommt nur bester Stuck- oder Modellgips in Betracht, der auf keinen Fall zu schwach angemacht werden darf und einen geringen Zusatz von Weißkalk erhält. Der Gipsmörtel wird mit dem großen Aufziehbrett (Dalusch) etwa 2 mm über Kreuz aufgetragen und mit dem kleinen Brett (Hobel) ebenfalls über Kreuz so glatt gestrichen, dass keine Löcher mehr vorhanden sind. Die Glättung des Putzes erfolgt wieder über Kreuz mit der Traufel (Glättkelle, Glättspan) Nach genügender Erhärtung wird die Putzfläche zuerst mit einer langen Schiene und hierauf mit der Ziehklinge kreuz und quer abgezogen, bis alle Unebenheiten verschwunden sind. Mit einem etwas dünner angemachten Gips, dem etwas Kalkwasser zugesetzt ist, erfolgt dann die Glättung der Fläche in langen Zügen bis zum Glanz. Es wird also so lange geglättet, bis sämtliche Poren des Putzes geschlossen sind. Viereckige Gipskasten, in welchen ein Teil des Gipsmörtels unberührt stehen bleiben kann, sind den Anmachfässern für diese Zwecke vorzuziehen. Auf Beimengung von Weißkalk ist gerade bei Glättarbeiten großer Wert zu legen. Wird dies unterlassen, so kann mit Abtreiben der millimeterdünn aufgezogenen Gipsglättschicht gerechnet werden. Es macht sich dies durch Unebenheit der abgeglätteten Gipsfläche bemerkbar. Besonders empfindlich für derartige Resultate ist eine frischvorgeputzte Wand- oder Deckenfläche.