Leuchter

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Leuchter

1. Kandelaber (lat. candelabrum), Kerzenständer. Seit der Antike in zahlreichen Formen: als siebenarmiger Leuchter (hebr. Menora, jüdischer Kultleuchter, in der christlichen Kirche als Symbol der Erfüllung des Alten Testaments); als achtarmiger Leuchter (hebr. Chanukka = Tempelweihe, Symbol des Judentums; ein 9. Licht = Schames dient als Anzünder); mit einer menschlichen Gestalt als Kerzenträger; als Osterleuchter usw.

2. Kronleuchter, von der Decke herabhängend mit mehreren Lichtern. In Form einer Krone oder eines Rades (Radleuchter) mit Türmen und Toren als Symbol des himmlischen Jerusalem (Romanik), auch mit Figuren; als Schaft oder Kugel mit strahlenförmigen Armen (Gotik), später aus Glas (Renaissance, bes. in Venedig);

3. Muttergottesleuchter, Kronleuchter mit Marienstatue

4. Leuchterweibchen sind die weltliche Spielart von 3, wobei eine weibliche Halbfigur, oft mit Fischschwanz, die Muttergottes ersetzt. Bes. im 16. Jh.;

5. Teneberleuchter für die Karwoche; schmiedeeiserner Fuß mit dreickigem oder dreiteiligem Aufsatz, im späten Mittelalter mit 12-15 Lichtern, je eines für Christus, die Apostel und manchmal die 3 Marien;

6. Ewiges Licht, Öl-Ampel, die ständig vor dem Allerheiligsten (Venerabile) christlicher Kirche und in Synagogen brennt;

7. Blaker (niederdeutsch blaken = rußen, glühen), Wandleuchter mit reflektierender Rückplatte;

8. Apostelleuchter, an den 12 Stellen, an denen katholische Kirchen bei ihrer Weihe gesalbt werden, sind zur Erinnerung an die 12 -Apostel, 12 Kreuze und 12 Wandleuchter angebracht, die gelegentlich Apostelbildnisse tragen.