Stuckmarmor

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Stuckmarmor

Klosterkirche Birnau

Zur Herstellung wird Gips mit Leimwasser (z. B. Knochenleim) versetzt, mit Farbpigmenten eingefärbt und durchgeknetet. Das Kneten kann längere Zeit erfolgen, da der Knochenleim das Abbinden des Gipses verzögert. Die gefärbten Massen werden marmorartig ineinandergeknetet, verdreht und zu Kuchen gepresst, die man in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben schneidet und auf die Unterlage (Unterputz Gips- Kalkputz) aufträgt. Wenn der Gips erhärtet ist, wird er grob geschliffen, Fehlstellen ausgespachtelt und mit immer feiner werdenden Schleifsteinen geschliffen. Anschließend erfolgt abermaliges Ausschlämmen mit wenigem, dünnflüssigem Gips mit Leimwasser. Nach abermaligem Feinschliff wird mit einem Polierstein (z.B. Achat, Hämatit) mechanisch unter Anwendung von gelindem Druck verdichtend poliert.